Dominique Perrault

Foto: Alexandre Tabaste

Der Architekt und Stadtplaner Dominique Perrault gründete 1981 sein Büro. Er ist Absolvent der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris und hat zudem ein Geschichtsstudium an der E.H.E.S.S. in Paris absolviert.

1989 wurde er mit dem Bau der Französischen Nationalbibliothek betraut, einem Gebäude, das heute zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts gehört. Der international anerkannte Architekt hat er zahlreiche Großprojekte realisiert, wie das Berliner Velodrom und das Olympische Schwimmbad, die Ewha Women’s University in Seoul, die letzten beiden Erweiterungen des Gerichtshofs der Europäischen Union in Luxemburg, das Olympische Tenniszentrum in Madrid, die Umgestaltung des Pavillon Dufour im Château de Versailles und in jüngster Zeit die Pariser Pferderennbahn Longchamp. Dominique Perrault betrachtet Architektur als eine untrennbar mit der Stadtplanung verbundene Disziplin, er hat sich insbesondere mit der urbanen Zukunft der Ile de la Cité in Paris beschäftigt und arbeitet aktuell am Athletendorf für die Pariser Spiele 2024.

Für sein Werk hat er renommierte Auszeichnungen erhalten, wie den Mies-van-der-Rohe-Preis für die Bibliothèque nationale de France 1997, die Grande Médaille d’or d’Architecture der Académie d’Architecture 2010 und den vom japanischen Kaiserhaus gestifteten Praemium Imperiale 2015. Er ist Honorarprofessor an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und seit 2016 auch Mitglied des Instituts. Im November 2019 wurde er zum Generaldirektor der Biennale für Architektur und Stadtplanung in Seoul 2021 ernannt.