Die Architektur des Realen in Frankreich

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Bruther: Kultur- und Sportzentrum in Saint-Blaise, Paris, 2014 © Filip Dujardin

Organisator*innen: ARCH+ (Berlin)
Teilnehmer*innen:
Stéphanie Bru, Françoise Fromonot, André Kempe, Johannes Kuehn und Simona Malvezzi (Kuehn Malvezzi), Anne Lacaton, Éric Lapierre, Anh-Linh Ngo

Daten: Oktober 2020
Orte: ARCH+ Space (Berlin)

Im letzten Jahrzehnt hat sich in Frankreich eine junge Generation an Architekten entwickelt, die in stärkerem Maße an den rationalistischen Teil der französischen Tradition anknüpft. Es gibt starke Bezüge zum Werk von älteren Architekten wie Jean Nouvel oder Lacaton & Vassal hinsichtlich der Prioritäten sowie eine Geistesverwandtschaft mit den gegenwärtigen Architekturentwicklungen in Flandern. Diese neuen Büros, zu denen Bruther, l’AUC, NP2F, Muoto, Grau, Septembre und Éric Lapierre zählen, bieten einen neuen Realismus an, mit dem sie Erfolg bei Wettbewerben haben.

Im Herbst 2020 widmet die Zeitschrift ARCH+ eine gesamte Ausgabe dieser neuen Strömung. Neben Werken ausgewählter Büros wird in Interviews und Essays diskutiert werden, unter welchen professionellen, kulturellen und ökonomischen Bedingungen Architektur heute entsteht. Was macht das spezifisch Französische der vorgestellten Arbeiten im europäischen Kontext aus? Was können wir davon lernen?

Um auf Grundlage dieser Gespräche die Interviewpartner in einen Dialog untereinander und in den Austausch mit auch in Frankreich operierenden deutschen Architekturbüros zu bringen, organisiert ARCH+ eine öffentliche Diskussion, bei der die Bedingungen der Architekturproduktion in Frankreich offengelegt werden. Stéphanie Bru (Bruther), Anne Lacaton und Éric Lapierre aus Frankreich werden Werkvorträge halten, die die französische Kritikerin Françoise Fromonot in der lokalen Architekturlandschaft kontextualisieren wird, um mit den deutschen Architekten André Kempé, Johannes Kuehn und Simona Malvezzi, moderiert von Anh-Linh Ngo, die Parallelen und Unterschiede der Konditionen zu erörtern. Ziel des Projekts ist ein Kultur- und Wissensaustausch, um ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen der komplexen Architekturproduktion in Frankreich und Deutschland zu wecken.

ARCH+ ist eine unabhängige Zeitschrift für Architektur und Urbanismus. Gegründet im Gefolge des 1968er-Aufbruchs liegt der Schwerpunkt auf der kritischen Reflexion des gesellschaftlichen Anspruchs von Architektur. Jedes Heft beleuchtet eingehend ein Thema und greift dabei aktuelle Diskussionen aus anderen Disziplinen in Hinblick auf architektonische und urbanistische Fragestellungen auf.

  • Oktober 2020: Symposium in ARCH+ Space (Berlin)