Polyphon

Institute for Incongruous Translation (Natascha Sadr Haghighian & Ashkan Sepahvand), Carbon Theater Act III Dark Loops, 2020 © Natascha Sadr Haghighian and Ashkan Sepahvand

Organisator*innen: Kunstsammlung, Gera — Museum für Angewandte Kunst, Gera — Musée d’art et d’histoire Paul Éluard, Saint-Denis (Frankreich)
Teilnehmer*innen: Claudia Tittel , Anne Zeitz, Holger Peter Saupe, Anne Yanover, Lawrence Abu Hamdan, Félicia Atkinson, Oliver Beer Candice Breitz, Carlfriedrich Claus, Kazumichi Fujiwara, Natascha Sadr Haghighian und Ashkan Sepahvand (institute for incongruous translation), Rolf Julius, Christina Kubisch, Christian Marclay, Vincent Meessen, Ari Benjamin Meyers, Rie Nakajima, Max Neuhaus, Olaf Nicolai, Ute Pleuger, Natascha Sadr Haghighian, Matthieu Saladin, Lerato Shadi, Dennis Tyfus, Jorinde Voigt, Euridice Zaituna Kala 
Partnerschaft: Mathilde Arnoux (Deutsches-Forum für Kunstgeschichte Paris), Dieter Daniels (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Jan Thoben (Universität der Künste Berlin, Sound Studies Master), Matthieu Saladin (Universität Paris 8), Séverine Cauchy (Universität Rennes 2)
Daten: März 2021 – Januar 2022
Orte: Centre allemand d’histoire de l’art, Paris (Frankreich) – Musée d’art et d’histoire Paul Éluard, Saint-Denis (Frankreich) – Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig – Kunstsammlung, Gera – Museum für Angewandte Kunst, Gera – online

Die Ausstellung „POLYPHON, Mehrstimmigkeit in Bild und Ton“ vereint Werke internationaler Künstler_innen, welche das Aufeinandertreffen multipler Stimmen und Klänge, in sowohl konvergenten als auch divergenten Zusammensetzungen, aufzeigen. Aus unterschiedlichen Zeiträumen — von den 1970ern bis heute — und geografischen Kontexten — unter anderem Deutschland, Frankreich, Japan und Südafrika — befassen sich die Künstler_innen mit der Wirkung und Kraft von pluralen Klängen.

Die Installationen, Videos, Performances und Zeichnungen behandeln sowohl wahrnehmungs-bezogene Aspekte als auch die sozio-kulturelle und politische Dimension der Mehrstimmigkeit. Die Polyphonie bezieht sich hier sowohl auf den musikalischen Begriff, als auch auf die linguistische Definition nach Michail Bachtin, welcher auf die Artikulierung von gegensätzlichen Ausdruckssystemen, Kodierungen und Perspektiven hinweist.

Ob im Zusammenhang mit der Wunschvorstellung der Vereinigung durch Klangerfahrungen oder der Darstellung von Konflikten, hinterfragen die verschiedenen Werke die Bedeutung der Polyphonie in der heutigen Gesellschaft. Die Ausstellung versucht Spannungsfelder zwischen dem Multiplen und dem Organisierten, dem Individuellen und dem Kollektiven, der Harmonie und der Dissonanz in Einklang zu bringen.

 

Die Termine und der Inhalt des Programms können sich je nach Entwicklung der aktuellen Gesundheitssituation und den staatlichen Maßnahmen jedes Landes bezuglich kultureller Orten ändern.

Programm

  • 03.2021 – 06.2021 : Seminar “Wie soll die Polyphonie ausgestellt werden ?”, Centre allemand d’histoire de l’art (Paris)
  • 01.07.2021 : Eröffnung der Ausstellung (Gera)
  • 02.07.2021 – 19.09.2021 : Ausstellung und Aktivitäten (Performances, Konzerte, Spaziergänge, listening sessions), Kunstsammlung (Gera) und Museum für Angewandte Kunst (Gera)
  • 02.07.2021 : Symposium in der Hochschule für Grafik und Buchkunst (Leipzig)
  • 2022 : Ausstellung im Musée d’art et d’histoire Paul Éluard (Saint-Denis)