Hallo Festspiele
Sur l´eau

Foto: Johannes Kollender für Hallo Festspiele

Organisatoren: Hallo Festspiele (Hamburg), Yes We Camp (Marseille, Paris), geheimagentur (Hamburg)
Teilnehmer*innen: Architekturkollektive Hallo Festspiele und Yes We Camp, Künstlerkollektiv geheimagentur, Daniel Dominguez Teruel, Lene Eckert, Dorothee Halbrock, Julia Jost, Julia Lerch-Zajaczkowska, Juliette Morel, Fanelie Pardon, Patrice Pinet, Arthur Poisson, Mathieu Regent, Antoine Talon, Nora Unger, Julien Vever
Daten: Mai – August 2018
Orte: Kraftwerk Bille (Hamburg), Marseille

Die Hamburger Hallo Festspiele erforschen als transdisziplinäres Format ungenutzte Orte und deren Kontexte, um dort langfristigen Initiativen und damit öffentlichen Nutzungen Raum zu schaffen – derzeit im Hamburger Stadtteil Hammerbrook, im stillgelegten Kraftwerk Bille. Dabei ziehen sie die physikalische Gegebenheit von Wasser zu Rate: Es dringt durch jedes noch so kleine Leck und lässt sich nicht trennen, es sucht seinesgleichen.

Ein wichtiger Aspekt hinsichtlich Identität (als das Kraftwerk noch in Betrieb war, wurde die Kohle über die Bille angeliefert) und Zugänglichkeit (die Bille ist ein schwach befahrener Fluss und eignet sich daher hervorragend für Kunst- und Kulturprojekte auf dem Wasser sowie als Anleger) dieses Geländes, ist der direkte Zugang zum Wasser. Wie bei vielen anderen umliegenden gelegenen Geländen am Wasser, ist der Zugang zum Kraftwerk Bille bislang allerdings nicht öffentlich.

Mit Sur l´eau wird die Zusammenarbeit der Kollektive Hallo Festspiele und dem in Marseille ansässigen Architekturkollektiv Yes We Camp, die mit dem Projekt Les Grands Voisins 2016 begonnen hat weitergeführt und mit der Performancegruppe geheimagentur und weiteren Künstler_innen, Nachbar_innen und Wasserexpert_innen der angrenzende Fluss Bille und dessen Ufer als Möglichkeitsraum ausgetestet. Zudem skizziert die Initiative prototypisch, wie ein öffentlich zugänglicher Anleger am Kraftwerk Bille aussehen könnte. Welche Aktivitäten, performative, künstlerische und politische Aktionen sind von hier aus denk- und machbar und welche Bedeutung kommt dem Wasser als öffentlicher Raum zu? Sur l`eau besteht aus einer Recherchephase in Hamburg und Marseille, einem experimentellen Bau- und Probenteil und einer öffentlichen performativen Bespielung im Sommer in Hamburg. In einem theoretischen wie praktischen Ansatz untersucht das Festival das Leitthema in vielfältigen Formaten wie Ausstellungen, Seminaren oder einem experimentellen Symposium.

 

  • 26.5.2018: „Salut Hamburg“, Workshop, Rudervereinigung Bille Hamburg
  • 9.6.2018: „Hallöchen Marseille“, Workshop, Präsentation, Marseille
  • 3.-5.8.2018: „Hallo Festspiele: Sur l´eau“, Workshop, Aufbau, Festival, Kraftwerk Bille